Am 6./7. Februar ging es endlich ins Tonstudio, um den Traum „erstes Studio-Album“ wahrzumachen.

Wir nehmen im Popschutz-Studio auf. Darauf bin vor 2 Jahren aufmerksam geworden, als ich einen Kurs zum Thema Home-Recording besucht habe. Der Dozent von damals blieb mir im Gedächtnis. Mich überzeugte sein Know-How und was er von seiner Arbeit erzählte, den Flyer von seinem Studio habe ich aufgehoben.

Es liegt in der Nähe vom Ostkreuz, ganz versteckt und unscheinbar von außen, umgeben von diversen Berliner Szene-Clubs und Proberäumen. Innen wird es dann schon um Einiges beeindruckender. Neben der sehr guten technischen Ausstattung überzeugen die Räume durch hohe Decken, viel Platz und warme Farben, dazu ein Schuss Retro-Charme und feine Akzente, die eine Umgebung zum Atmen und für Inspiration schaffen. Man hat sofort das Gefühl, sich heimisch fühlen zu dürfen. Rocco Weise und sein Assistent Niklas, die unsere Arbeit betreuen werden, begrüßen uns: Erstmal ein Kaffee und eine Einführung in die Räumlichkeiten, dann geht es an die Arbeit.

Am ersten Tag spiele und singe ich die 10 Songs des Albums ein. Am zweiten Tag sind meine Kollegen an der Reihe. Dirk Wilhelm an der E-Gitarre und Lena Lehmann am Piano nehmen parallel auf und sind voller Elan und mit viel Freude dabei. Außerdem haben wir ganz spontan Leonard Beuse gewinnen können, der zu zwei Songs Cajon einspielt. Leo ist nicht nur ein sehr sympathischer junger Mann, sondern trifft auch den richtigen Takt!

Als die Drei ihre Parts einspielen, kann ich mich schon zurücklehnen und dem neuen Erwachen der Lieder lauschen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, zu hören, wie die Songs in ihrer einfachen Klarheit durch die Begleitung der anderen Instrumente in viele Schichten eingebettet werden und sich dadurch auf einer ganz neuen Ebene entfalten.

Ich habe die leise Ahnung, dass sich die ganze Arbeit und Vorbereitung der letzten Jahre wie Stein auf Stein zu einem großen festen Gebäude zusammensetzen, und die Entscheidungen, die ich mal mit mehr, mal weniger Überzeugung, aber anscheinend immer aus dem Bauch heraus getroffen habe, als richtig erweisen. Ich bin sehr beseelt.

Kommenden Samstag werden wir noch einen Studio-Tag nehmen, um das Werk zu vollenden. Anschließend wird Dirk Wilhelm die Songs mixen und ich verspreche sicher nicht zu viel, wenn ich sage – freut Euch drauf, das wird etwas ganz Besonderes!

Studio-Mix

Fotos: Peter Pollmanns | https://dothob.wordpress.com