„Melancholie zieht uns magisch an, weil sie das Traurige mit dem Schönen, das sich gut anfühlt, verbindet. Damit dringt sie in die tiefsten Tiefen wie die Musik von Jana Berwig, der Meisterin des Schmerzlich-Schönen. Ihre Songs rühren zu Tränen, rufen aber zugleich eine widerständige Energie wach und entfalten eine stärkende Kraft. Über luftig-leichten Arrangements schwebt ihr Gesang wie der Zauber einer sehnsüchtigen Träumerei, die sich kaum entscheiden kann, nicht entscheiden will zwischen Aufbruch und Niedergang. Musik für Großstadtnächte auf dem Balkon und Tage, die auf Wiesen verdöst werden. Ein betörend schönes Spiel mit Rosendornen.“ (Martin A. Völker, 07.2022)

Jana Berwig ist Sängerin, Textdichterin und Komponistin. Geboren 1980 in der niederschlesischen Oberlausitz, zog es sie 1999 zum Soziologiestudium nach Berlin, wo sie schnell eine zweite Heimat fand. Seit 2012 widmet sich Jana Berwig mit goßer Leidenschaft der Musik, spielte 2013 ihr erstes Konzert, welches sie auch als Live-Album “Live im DODO” veröffentlichte. “Eine Frau, eine Gitarre und eine Stimme zum Dahinschmelzen! “, so beschreibt das DODO die junge Künstlerin.

2014 folgte die in Eigenregie produzierte EP “Singer Darkly”. Ihr erstes Studioalbum veröffentlichte Jana Berwig 2016 unter dem Titel “To be where you are”. Ebenso wie die folgenden Alben finanzierte sie dieses mit Hilfe ihrer stetig wachsenden Fangemeinde via Crowdfunding. Ihr zweites Studioalbum “Señorita” erschien im Frühjahr 2018, gefolgt von vielen Auftritten auf Kleinkunst- und Lesebühnen sowie Gastauftritten bei verschiedenen Radiosendern.

“Kluge Poesie in Wundermelodien” heißt es in der Welt am Sonntag vom 6. Dezember 2020 über Jana Berwigs drittes Studioalbum “Wellblechreiten”. Dieses entstand in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Dirk Homuth und erschien im November 2020. Es ist ihr erstes rein deutschsprachiges Werk und wurde in diversen Musikmagazinen hoch gelobt. “Jana Berwig macht Musik für Erwachsene – im besten Sinne dieses Wortes” schreibt zum Beispiel SCHALL. Musikmagazin (Ausgabe 22). Weitere Veröffentlichungen folgen im Jahr 2022, da veröffentlicht sie die EP „Knallwach“, das remote entstanden ist und Einblicke in Berwigs Gedanken und Gefühle zur Corona-Zeit gewährt, und mittels einer Förderung der GEMA finanziert werden könnte. Im September 2024 erschien ihr aktuelles Album „Baby, ich nehm dich mit“, deren Lieder-Geschichten sich wieder aus echten Begegnungen speisen und erneut mit ihrem Musik-Partner Dirk Homuth umgesetzt und nicht zuletzt erneut mit Hilfe ihrer Fans via Crowdfunding.

Neben Konzerten, Studio und Liedermacherei unterstützt die Wahlberlinerin als Gesangs- und Songcoach junge Talente und widmet sich außerdem ihrer zweiten Leidenschaft: dem Schreiben. Auf ihrem Blog veröffentlicht sie Gedanken über ihren Alltag und ihre Sicht auf die Welt und die Herausforderungen unserer Zeit. Seit zwei Jahren veröffentlicht sie außerdem den Podcast „Heul doch – Gespräche, die unter die Haut“ gehen. Darin gibt sie Menschen eine Bühne, die ihre persönlichen Geschichten und Herausforderungen des Lebens teilen möchten.

Und so fing alles an (von Maria Berwig)

Wie es sich bei echten Künstlern gehört, wurde Jana die Musik in die Wiege gelegt. Die Legende besagt, dass sie schon im zarten Alter von zwei Jahren den Erzieherinnen in der Kinderkrippe deutsche Volkslieder vorsang. Auf die verwunderte Nachfrage der Erzieherinnen hin, berichtete unsere Oma stolz, dass sie die kleine Jana jeden Abend damit in den Schlaf singe.

Neben ihrem Gitarrenlehrer, der sie trotz anfänglicher Widerstände dem Gitarrenspiel gegenüber, immer wieder motivierte und ermutigte, war es vor allem Jewel Kilcher‘s Album „Pieces of you“, das Jana dazu inspirierte, Musik zu machen. Das fühlte sich schon damals ein bisschen wie Heimat an nur Jewels Stimme, ihre Texte und Gitarrenbegleitung – sicher ein wesentlicher Einfluss auf Janas Weg zur Musik.

Bald gab es auch Anlass ein eigenes Stück zu komponieren. Da war Jana 19 und wie konnte es anders sein – ihr Herz frisch gebrochen. Inzwischen gibt es für Jana viele Gelegenheiten ein neuen Song zu schreiben – eine Zeile, die ihr durch den Kopf geht und sie nicht loslässt; eine Melodie, die sie vor mich hin summt und festhält; andere Künstler und deren Musik, die sie inspirieren; ein Gefühl, dass es mal wieder Zeit ist, ein Lied zu schreiben; die Vorstellung ihre Musik mit anderen teilen zu können …

Jana sang bereits in verschiedenen Bandprojekten. Gegen Ende der Schulzeit in einer Cover-Band. “Einheitsbrei“ coverten zum Beispiel „Torn“ von Natalie Impruglia oder „Don’t Speak“ von No Doubt. Mit dem Umzug aus dem niederschlesischen Heimatdorf ins große Berlin, fanden sich neue Bandprojekte. “Wir können auch anders” ging musikalisch in die Richtung Pop-Rock mit englischen Texten. Danach sang Jana bei “Tiljuly”, auch Pop-Rock, aber etwas softer und ruhiger als bei “Wir können auch anders”. Vor ihren Solopfaden musizierte sie mit ihrer damaligen Mitbewohnerin eigene Stücke – akustisch mit Gitarre und Gesang als Duo Mädchen und Mädchen“.