Eigentlich habe ich‘s total mit Anfängen. Ich scheue mich nicht loszulegen. Und einmal losgelegt, bring ich die Sachen auch zum Abschluss. Ein Album zu veröffentlichen zum Beispiel, wo andere sagen: Bist du dir sicher? Du solltest das nochmal überarbeiten, du solltest warten, bis es perfekt ist… Meine Antwort darauf ist ganz einfach: Ich kann es doch beim nächsten Mal noch besser machen!

Eigentlich… In Zeiten der Pandemie hat sich das entzerrt. Und eine Einstellung hat sich eingeschlichen: Wenn‘s heut nicht wird, habe ich ja noch Wochen, Monate… unbestimmt Zeit, etwas zu beginnen…

Entsprechend haben die Songs für meine EP eine gefühlte Ewigkeit gebraucht. Die Motivation sich ranzusetzen war echt manchmal gleich Null. Auch die Vorstellung, sich auf den kreativen Prozess einzulassen, eine Melodie mit Worten zu beleben… obwohl mein soziales Leben extrem geschrumpft ist. Oder sagen wir, sich auf wenige Menschen eingespielt hat, ist sicher ein Grund. Nun sind die Demos endlich fertig und wir nehmen bald auf.

Was mach ich also, inzwischen, wenn Konzerte immer noch auf sich warten lassen und Tage sich blank wie leere Bätter vor mir ausbreiten. Ich gehe spazieren und höre seit neuestem Podcast. Ich mache Sport und lasse die Ideen an mir vorbeiziehen. Und da sind so viele Ideen. Aber was heute nicht ist… Und plötzlich fehlt auch noch der Mut etwas neues anzupacken, was mich schon länger beschäftigt: Ich möchte mehr schreiben. Keine Songs, die in ein Muster gepresst sind… Sondern die weißen Blätter des Tages mit Gedanken und Geschichten füllen. Eine neue Routine darin finden, die ich mit euch teilen kann.

Da erinnere ich mich zum Glück wieder, dass ja Anfänge meine Stärke sind. Und ich beginnen kann. Einfach so. Na, bitte. Geht doch! Immer samstags.

Lassen wir uns überraschen :-)

… Dazu spielt „I will follow you“, ein Lied über kleine Erkenntnisse und große Aufbrüche: