Im Frühling dieses Jahres habe ich noch gedacht – jetzt wird alles anders. Ich dachte lange und sehr oft in den letzten Jahren, es werden sich viele Dinge ändern in meinem Leben. Bis ich einsehen musste, dass die Kontinuität – das Dranbleiben auf Dauer – wohl meine größte Stärke ist. Was ich außerdem seit kurzem bemerke, ist ein rückläufiger Hang zum Übermut. Was wiederum dazu führt, dass ich mehr im Tag ankomme. Na toll! Jeden Tag, All-Tag, mein Leben ständig.

Das heißt vor allem, dass ich Dinge, die an mir zehren, schneller kläre. Oft habe ich mich gern ablenken lassen, habe versucht, mit der Rastlosigkeit der Stadt mitzuhalten – dieser wunderbare Rausch – bei dem der Tag danach einer verloren Schlacht gleichen kann. Leider musste ich feststellen, dass das weder meine Probleme löst, noch dazu führt, dass ich mich wirklich entwickeln kann. Also habe ich angefangen – musste anfangen – Atem zu sparen, um den Tag mit meiner Anwesenheit zu füllen. Inzwischen denke ich mehr ans Morgen. Ich meine das so, wie ich es sage. Es ist nicht immer einfach, ich muss es mir merken, es lernen, es erfahren. Ich denke: morgen möchte ich genug Kraft für mein Leben haben. Denn auch bei Licht betrachtet, ist es ziemlich cool und ich mag es.

Und bei dem ganzen „Gucken können“, habe ich auch festgestellt, dass die Zusammenarbeit mit einem großen Label nicht auf meiner Straße liegt. Die schnellen Autos ziehen vorbei, ich muss nicht mitgenommen werden, ich gehe weiter zu Fuß. Und setze auf das, woran ich wirklich glaube – die echten Begegnungen mit Menschen, die mich nähren, mich inspirieren. Daher habe ich mich zum dritten Mal für Crowdfunding entschieden, ich möchte das Album mit meinen Fans und den Menschen, die an mich glauben und diesen Weg gut heißen, gemeinsam beschreiten.

Es machen schon einige mit, ich würde mich freuen, wenn auch du dabei bist, zum gemeinsamen „Wellblechreiten“: https://janaberwig.de/crowdfunding-album-wellblechreiten/

Ein paar persönliche Worte zur Album-Crowdfunding: