„Bootcamp und gute Laune – wie hängt das denn zusammen?“ Hatte mich letzten Samstag einer der Gäste im Anschluss an die Sneakpreview des Musikvideos zu neuen Single ‚Girls United Bootcamp‘ gefragt. „Songtexte sind ja nicht immer wortwörtlich zu verstehen, sondern funktionieren auf verschiedenen Ebenen“, erwiderte ich…

Ich weiß noch, wie ich zu der Zeit als das Lied entstand, regelmäßig an einem sogenannten Bootcamp im Friedrichshainer Volkspark teilnahm. Sport in der Gruppe an verschiedenen Stationen, mit einem Trainer, der die Übungen überwacht und anfeuert. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich und ich war echt stolz, den inneren Schweinehund dort recht regelmäßig abzuhängen.

Und dann gab es diesen tollen Ausflug mit… den ‚Girls United‘. Ein Fimtitel, der mir in den Sinn kam, weil sich ganz unterschiedliche Typen von Frauen für einen Tag zusammengetan haben. Wir fuhren eine Freundin in Oranienburg besuchen. „Wir“, ich und ein paar Freundinnen, die ich dazu noch eingeladen hatte. Ich erinnere mich so gern daran, als wir auf ihrer Bungalow-Terasse saßen und jede von uns ihre kleine Show aufführte – bei der es mal nicht darum ging, total geistreich zu sein, sondern es einfach laufen zu lassen. Verbal gesehen. Solche sinnfreien Zeiten sind unglaublich erholsam! Wenn der Geist Pause hat, kann sich die Seele aklimatisieren.

Wir sind gar nicht so spät am Abend von dem Ausflug wieder in Berlin eingetroffen. Und ich hatte mir eigentlich vorgenommen, unbedingt auszugehen. Es war ja schließlich Samstag Abend in der Party-Hauptstadt… und sowas wie Corona-bedingte Einschränkungen zu der Zeit höchstens einem futuristischem Roman entsprungen… Aber ich war viel zu erschöpft und erfüllt, als das da noch irgendein weiteres Erlebnis reingepasst hätte.

Kurz darauf kam die Initialzündung. Mein Gitarrenlehrer zeigte mir einen Akkordwechsel, den ich so cool fand, dass ich mir vorgenommen hatte, einen Song daraus zu entwerfen. Sofort nach der Stunde setzte ich mich ran… und das ‚Girls United Bootcamp‘ war geboren.

Jurij Tschabanow, der das Drehbuch zu dem Musikvideo geschrieben hat, hat sich wiederum mehr auf das militärische konzentriert, von dem der Begriff ‚Bootcamp‘ ja ursprünglich herrührt. Und so muss der geduldige und dabei sehr zielstrebige Mönch Furu ziemlich leiden, bis er endlich in das Camp der taffen Zumbarellas aufgenommen wird. Frei nach dem Motto: Nur die Harten komm‘ in‘ Garten. Seht selbst:

Großen Dank allen Beteiligten <3

Musik / Produktion: Jana Berwig | Regie / Buch / Editing: Jurij Tschabanow | Regieassistenz / Editing: Johanna Reimann | Kamera: Sebastian Reimann | Licht- und Kameraassistenz: Richard Wellershoff | Maske, Helping Hands: Lisa Richter | Sängerin: Jana Berwig | Tanzender Mönch: Michiyasu Furutani | Zumbarellas: Jennifer Eggert, Melanie Rohn, Liliana Borsuk, Susann Kallenbach, Emma Thomasson